Erbaut wurde das Schloss um 1900 vom Geheimen Kommerzienrat Georg Büxenstein, einem Berliner Industriellen. Büxenstein war Druckereibesitzer, Verleger und Hofbuchdrucker. Die Geldscheine der Reichsbank liefen durch die Walzen seiner Druckerei.


Das Schloss ist im Stil eines Jagdsitzes erbaut und außen und innen
mit jagdlichen Motiven verziert.

Man gelangt zum Schloss durch einen Hohlweg, der an einem mit einem Keilerkopf verzierten Tor endet, durch welches man auf das Hauptgebäude und den Vorplatz blickt. Diese Stelle bildet eines der beliebtesten Fotomotive des Schlosses. Rechts vom Tor befindet sich das Kutscherhaus. Hier waren früher stattliche Kutschen untergebracht und man mag sich gerne die ganze Pracht einer Ausfahrt vorstellen. Die Kutschen wurden allerdings recht bald durch Automobile ersetzt.

 


Der prominenteste Gast Büxensteins war Kaiser Wilhelm, der sich begeistert über die schöne Anlage geäußert haben soll.

Büxenstein verkaufte die Immobilie 1916 an einen Berliner Juden, den Damenmantelfabrikanten Hermann Bamberg. Bamberg erhielt von der Stadt Berlin für seine Verdienste die Ehrenbürgerschaft. 1933 trat die SA die Türen der Hubertushöhe ein und verhaftete seinen Sohn, einen bekannten Kinderarzt. Jude zu sein genügte den SA-Schergen, um den jungen Büxenstein abzuholen.
1936 ging das Schloss an die Tabak-fabrik Reemtsma über und wurde mit Beginn des Krieges 1939 als Lazarett genutzt.
Nach 1945 wurde das Lazarett von der Russischen Armee übernommen. Kurz danach  beherbergte das Schloss die Ingenieurschule für Binnenfischerei der DDR und avancierte damit zu einer kleinen Hochschule. Diese Schule hat den Großteil der heutigen Fischer der ostdeutschen Länder hervorgebracht.  

 


Nach der Wende erwarb Reemtsma die Immobile erneut und baute sie zum Luxushotel um. Der beste Koch Brandenburgs leitete die Küche, Bundeskanzler Schröder und der Französische Präsident Chirac waren die bekanntesten Gäste.

Tchibo verkaufte Reemtsma an Imperial Tobacco, die ihrerseits kein Interesse an einem Hotel hatten und das Anwesen an die südafrikanische Louis Gruppe, einer Investmentholding, weiterreichte. Die Lous Gruppe war damit der neunte Besitzer und sollte es als erster Eigentümer fertig bringen, das Haus im Spätherbst 2011 in den Konkurs zu führen. Erneut wurde das stolze Schloss verkauft. 

Die zehnten Besitzer der Hubertushöhe sind Zwillingsbrüder. Sie sind zwar Eigentümer, aber nur Verwalter auf Zeit, denn das hübsche Schloss und der Park gehören sich selbst und den Menschen der Region.

 

Kunst- & Literaturpark SCHLOSS HUBERTUSHÖHE